KET | Wohnbau Ketzergasse

Wien, 2010

Das Projekt befindet sich im 23ten Wiener Gemeindebezirk Liesing/Siebenhirten. Das Umfeld ist geprägt durch eine für diese städtische Randlage typische zeilenartige Bebauung mit zur Straße hin wirksamer geschlossener ein- bis dreigeschoßiger Baukörpertypologie und begrünten und ruhigen Innenhöfen mit hoher Lebensqualität.

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  • Bebaute Fläche1.494 m²
  • Nutzfläche2.780 m²
  • MitarbeiterGrischa Grebe, Robert Huebser, Stefan Pfefferle, Johann Posch, Katrin Steinbacher, Mark Steinmetz, Alice Steinmetz, Josef Weichenberger
  • Anzahl Wohnungen27

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Die Gebäudetypologie gliedert sich in zwei Bereiche:
1. dem Eckgebäude mit zentraler Erschließung mit geförderten Wohnungen
2. dem Zeilenartigen Gebäudetyp mit linearer, laubengangartiger Erschließung mit geförderten und freifinanzierten Wohnungen.
Die Kontur der Laubengangeinhausung, bestehend aus vertikalen Lärchenholzlamellen, entspricht der Forderung nach einer geschlossenen Wirkung mit Darstellung der geneigten Dachstruktur. Dieser Bereich ist mittels Glasdach witterungsgeschützt. Dieses Gestaltungselement findet beim Eckgebäude seine Fortsetzung als Rankelement und Raumbegrenzung der zum Teil vorgestellten Balkonelemente. Diese Elemente schließen auch den durch die Baulinie entstehenden Rücksprung und unterstützen somit die konsequente Haltung der geschlossenen Außenwirkung.
Die Hofsituation ist geprägt durch einen im südlichen Bereich angeordneten Gemeinschaftsgarten mit Kinderspielbereich, der neben der Anordnung von Privatgärten für die ebenerdigen Wohnungen, den Wohnungen zu Gute kommt.
Die geförderten Wohnungen verfügen ausschließlich über ebenerdige Privatgärten. Sämtliche Geschoßwohnungen erhalten entweder Balkone, Loggien, oder Terrassen, die entweder in den ruhigen und begrünten Hof mit Gemeinschaftsgarten oder nach Süden, zur Ketzergasse hin, orientiert sind.

Die Wohnbebauung zeigt einen eher ländlich geprägten Charakter. Die niedrigen, meist ein- oder zweigeschoßigen Häuserzeilen und dicht aneinander gerückte Einzelhäuser unmittelbar an den Straßen gelegen besitzen rückwärtig meist großzügige Garten- und Wiesenflächen mit üppigem Baumbestand. K16 übernimmt diese Art der ländlich geprägten Grünraumtypologie.
Als stetig wiederkehrende Elemente kommen Steinplatten, Feinkies- und Rasenflächen mit oder ohne Baumbestand sowie Holzdecks/-terrassen zum Einsatz. Der Baumbestand auf dem Grundstück wird soweit möglich integriert und durch Neupflanzungen ergänzt. Begrünte Balkone, Terrassen und Loggien sowie die ganz oben gelegenen Gemeinschaftsdachterrasse bieten weitere, individuell nutzbare Freiraumqualitäten. Der rückwärtige Hof mit Gemeinschaftsgarten (Grillplatz, Ruhebänke, Kleinkinderspielplatz) öffnet sich nach Westen und Norden.