BKF | Hospital Burkina Faso

Bobo-Dioulasso, In Planung

Für das Gesundheitsministerium von Burkina Faso wird in der zweitgrößten Stadt des Landes der Neubau eines Krankenhauses geplant. Der zweigeschossige Baukörper setzt sich aus sechs kubischen Funktionseinheiten zusammen. Deren Außenhaut wird mit Lehm-Sichtziegeln im halbversetzten Läuferverband verkleidet. Im Bereich der Fenster wird der Mauerwerksverband über die gesamte Höhe als Flämischer Verband gestaltet, bei dem – versetzt – jeder zweite Ziegel entfernt wird, so dass durch die entstehenden Lücken Luft und Licht ins Innere der Räume gelangen kann. Diese hinterlüftete Ziegelfassade dient als Puffer gegen die Erwärmung der Baumasse durch die direkte Sonneneinstrahlung, sowie als statische Verschattung und Sichtschutz im Bereich der dahinterliegenden Fenster.

 

Die Bereiche zwischen den sechs Funktionseinheiten werden als Empfangs- und Wartezone, sowie für die Verbindungsgänge genutzt. Das gesamte Gebäude steht auf einer umlaufenden, auskragenden und vom angrenzenden Gelände erhöhten Sockelplatte, die im Bereich der süd-östlichen Straßenfront als Außenwartezone genutzt werden kann.

Über dem auskragenden Sockel schwebt eine prismenförmige Metalldachkonstruktion, die mit einem Abstand zu den darunterliegenden Baukörpervolumen auf einer V-förmigen Stahlstützenkonstruktion liegt.

Der horizontale Spalt zwischen Baukörper und Dach wird mit einer zurückversetzten Metall-Lamellenfassade, hinter der sich diverse haustechnische Anlagen befinden, geschlossen.

 

Hinter der Haupteingangsfront im Süd-Osten liegen die für Besucher und Patienten ohne Personal zugänglichen Räume wie Anmeldung, Wartezone und die öffentliche WC-Anlage.

Von der Wartezone gelangt man direkt in die Untersuchungsräume im süd-östlichen Gebäudeeck. Die Baukörper im nord-westlichen und nord-östlichen Bereich des Gebäudes beherbergen die Behandlungsräum. Im süd-westlichen Gebäudeteil befindet sich die Verwaltung und die Personalnebenräume.

 

In der Mitte der Straßenfront befindet sich die Hauptzufahrt auf das Grundstück, die direkt zur asphaltierten Vorfahrt vor dem Haupteingang führt. Von der Hauptzufahrt gelangt man zu den PKW-Stellplätzen im nord-östlichen Grundstücksbereich. Die nicht befestigten Grundstücksteile werden begrünt, der vorhandene Baumbestand soweit möglich erhalten und das Grundstück  von einer umlaufenden, etwa 2 Meter hohen Ziegelmauer umrahmt.

  • MitarbeiterStefan Fussenegger
  • Bruttogeschossfläche1.500 m²
  • Nutzfläche1.290 m²
  • RenderingsClemens Gurtner